Tattooentfernung an sich

Ziel ist es, Ihnen die Prozedur des Lasers etwas näher zu erläutern und hiermit ggf. eine Sensibilisierung (Herabsetzung der Angst vor der Behandlung) zu erreichen. Eine Laserbehandlung ist leider oft der einzige Weg / die einzige Möglichkeit, das nicht mehr erwünschte Motiv optisch zu entfernen.

Dass die zu behandelnde Person von schmerzhaften Begleiterscheinungen nicht verschont bleibt, möchten wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten, denn dies gehört, wie der Schmerz beim Stechen eines Tattoos, leider zur Laserbehandlung dazu.

Nachfolgend ein paar Informationen zum Ablauf einer Behandlung an sich. Zu Beginn werden Sie in den Laserbereich des Studios gebracht. Dieser ist eingerichtet, um Gefährdungen Dritter zu verhindern und somit mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen versehen. Zunächst wird die zu behandelnde Stelle vorbereitet, in dem Sie rasiert und mit einem Desinfektionsmittel behandelt wird. Im Anschluss wird ein Foto von Ihrem bestehenden Tattoo gemacht um spätere/Ihre Fortschritte zu dokumentieren. Ferner bekommen Sie von uns eine Laserschutzbrille ausgehändigt, um den Schutz der Augen vor entsprechender künstlicher, optischer Strahlung sowie Streustrahlung und Reflexionen zu gewährleisten. Hierbei wird durch Absorption die Intensität der Laserstrahlung auf ein unschädliches Maß (durch Einhaltung der maximal zulässigen Bestrahlungswerte) herabgesetzt. Dieser MZB-Wert ist als ein Richtwert definiert, der die maximale Bestrahlungsstärke darstellt, dem Auge und Haut ausgesetzt sein dürfen, ohne dass sich folglich körperliche Schädigungen abzeichnen. Diese gesetzlichen Vorgaben in Form des autonomen Rechts sind nachzulesen in nachfolgenden Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften: BGI 5092, BGI 5007 sowie BGV B2. Aus diesem Grund ist es strikt untersagt, die Laserschutzbrille während der Behandlung abzunehmen. Ist die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen gewährleistet, kann die eigentliche Behandlung beginnen.

Die Lichtimpulse unseres ND:YAG Lasers werden nun in der Haut von den Farbpigmenten absorbiert, diese werden dadurch aufgelöst. Das Lymphsystem wird mit Hilfe der körpereigenen Fresszellen (Makrophagen) die überschüssigen Partikel abtransportieren, sodass der Körper die Farbpartikel ausscheiden kann. Die behandelte Stelle wird voraussichtlich leicht anschwellen und rötlich umrandet sein, es können sogar leichte Bluttropfen an die Hautoberfläche treten. Hierbei handelt es sich um eine ganz normale Reaktion der Haut, dies stellt keinerlei Problem dar. Nach der Behandlung ist es wichtig, die behandelte Hautpartie zu kühlen. Dies dient erstens der Linderung der Schwellung,  des Weiteren wirkt das Kühlen schmerzlindernd. In den folgenden Tagen ist es möglich das sich einen leichte Kruste/Schorf bildet, in dieser Zeit kann es auch sein, dass die behandelte Stelle juckt, hier bitten wir Sie tunlichst von Kratzen abzusehen, denn hierbei bestünde die Gefahr der Narbenbildung.

Zur Erstversorgung werden wir die behandelte Hautpartie mit einer Wund- und Heilsalbe behandeln. Ferner wird die behandelte Stelle mit einer Folie, die dem Schutz vor Schmutz dient, versehen. Diese können Sie nach 2-3 Std. wieder entfernen, die behandelte Stelle vorsichtig abwaschen und trocknen lassen. Nach ca. 30 – 60 Min. erneut mit einer Wund- und Heilsalbe DÜNN eincremen. Wir empfehlen auch in den anschließenden Tagen mit der behandelten Hautpartie sorgsam umzugehen und diese regelmäßig mit einer Wund- und Heilsalbe zu pflegen.

Das Risiko einer Narbenbildung besteht, auch wenn dieses nur als gering zu bezeichnen ist. Wie in den meisten Fällen spielen auch hier mehrere Faktoren einen Rolle wie z.B. die Tiefe der gestochen Farbe, Einstellung der Tattoomaschine / Nadel beim Tätowieren, wie oft das Tattoo nachgestochen wurde, welche Farbe hierbei benutzt wurde, usw.

Dies alles kann dazu führen, dass durch Mehrfachbehandlungen eine Narbe entsteht oder die Narben in der Unterhaut an die Oberfläche gedrückt werden.

Wir bitten Sie auch vor Ihrer Behandlung keine blutverdünnenden Mittel zu konsumieren, als Optimum wäre diese 1 Woche vorher abzusetzen. Blutverdünnende Mittel wären beispielsweise der Wirkstoff Acetylsalicylsäure in Aspirin oder Produkte mit Johanneskraut. Des Weiteren sollte die Hautoberfläche nicht übermäßig gebräunt sein (hier entsteht die Gefahr das ein „Negativ Tattoo“ bleibt).

Zu guter Letzt würden wir Ihnen von unserer Seite aus auch empfehlen, falls Muttermale, Leberflecken oder Narben in ihrem Tattoo vorhanden sind, diese von einem Hautarzt prüfen zu lassen, insbesondere die Bildung von Hautveränderungen unter der Tätowierung. Dies kann Ihnen nur ein Hautarzt bestätigen! Wenn wir bei der Behandlung ein Melanom zerstören würden, bedeutet das, dass die gesprengten Partikel sich in Ihrem Körper verteilen und somit streuen. Daher ist ein Besuch beim Hautarzt sehr ratsam aber nicht verpflichtend!

Ihr Ink Station Team